Heute ist der 21.05.2026 und in Velten gibt’s tierischen Ärger. Ein Fuchs hat sich nicht nur als cleverer Überlistungskünstler entpuppt, sondern auch als regelrechter Verkehrsverhinderer für die Deutsche Bahn! Ja, Sie haben richtig gehört – der kleine Schelm hat einen Bahndamm untergraben und damit den Regionalexpress RE6 sowie die Regionalbahn RB55 lahmgelegt. Wer hätte gedacht, dass ein Fuchs so viel Chaos anrichten kann?
Momentan können die betroffenen Züge nicht wie gewohnt fahren. Der RE6 verkehrt nur noch zwischen Perleberg und Kremmen, während die RB55 ihre Fahrten auf die Strecke zwischen Hennigsdorf und Velten beschränkt hat. Für alle Reisenden, die aus dem Nordwesten nach Velten wollen, heißt es jetzt umsteigen in Kremmen. Dort müssen sie auf die Busse der RB55 wechseln, denn die Busse des RE6 halten nicht in Velten. Das Chaos wird noch bis zum 28. Mai andauern, denn dann gibt es Ersatzverkehr mit Bussen.
Der Fuchs und sein Bau
Ein neuer Fuchsbau wurde unter dem Gleis zwischen Velten und Kremmen entdeckt. Um ein Abrutschen des Bahndamms zu verhindern, wurde die Strecke gesperrt. Und das ist noch nicht alles: Der Bahndamm wird auf einer Länge von etwa 30 Metern abgetragen bis zum Tiefpunkt des Fuchsbaus. Danach folgt eine Verdichtung und der Wiederaufbau des Damms. Ein ziemlich aufwendiges Unterfangen für einen kleinen tierischen Störenfried!
Die Situation wirft auch ein Licht auf die Herausforderungen, die Mensch und Tier in unserer modernen Welt miteinander haben. Der Verlust von Lebensräumen führt nicht nur zu einem veränderten Verhalten der Tiere, sondern kann auch zu ernsthaften Konflikten führen. Oftmals werden Tiere zur Gefahr für Mensch und Ernte, was die Toleranz gegenüber Wildtieren weiter sinken lässt.
Ein Omen für die Zukunft?
Und hier kommen wir zu den größeren Zusammenhängen. Wenn Lebensräume verloren gehen, hat das weitreichende Folgen – ökologisch, sozial und sogar ökonomisch. Die Produktivität der Menschen vor Ort könnte leiden und Ernährungsunsicherheit drohen. In der Eile, sich zu schützen, könnten betroffene Menschen sogar dazu greifen, Tiere zu töten. Das ist ein Teufelskreis, der nicht nur das Überleben einzelner Arten gefährdet, sondern das gesamte Gleichgewicht des Ökosystems ins Wanken bringen kann.
Die Frage bleibt, wie wir mit solchen Konflikten umgehen. Der Fuchs in Brandenburg ist nur ein Beispiel für die Herausforderungen, die uns die Natur und unser Verhalten stellt. Vielleicht ist es an der Zeit, über einen harmonischeren Umgang mit unseren tierischen Nachbarn nachzudenken – bevor wir die nächsten „tierischen Störenfriede“ erleben müssen.