Heute ist der 11.05.2026 und in Ostprignitz-Ruppin gibt es Neuigkeiten, die nicht nur die Natur betreffen, sondern auch uns Menschen. Ja, es geht um den Eichenprozessionsspinner – diesen kleinen, aber unangenehmen Gesellen. In Brandenburg stehen in den nächsten Tagen Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an. Die Initiativen konzentrieren sich entlang der Bundes- und Landesstraßen in den Landkreisen Oberhavel, Havelland, Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. Ein Sprecher des Landesbetriebes Straßenwesen hat bereits angekündigt, dass alles vom Wetter und dem Blattaustrieb der Eichen abhängt. Voraussichtlich ab Dienstag wird in der Umgebung von Perleberg und Altlüdersdorf losgelegt, gefolgt von weiteren Maßnahmen in Kyritz, Nassenheide und Neuruppin.
Das Ganze soll bis Mittwoch andauern, wobei die Behandlung der Eichenbestände in einem Schritttempo vom Boden aus erfolgt. Für Menschen und nicht blattfressende Insekten gilt das Mittel als unbedenklich. Da fragt man sich: Wie gefährlich sind diese kleinen Raupen eigentlich? Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können nämlich allergische Reaktionen, Hautreizungen und sogar Atemwegsbeschwerden auslösen. Ein echtes Gesundheitsrisiko, das nicht zu unterschätzen ist!
Die Gefahren der Brennhaare
Ab der zweiten Häutung, die etwa Mitte Mai stattfindet, produzieren die Raupen giftige Brennhaare mit Widerhaken. Diese Brennhaare sind nicht nur unangenehm, sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein und können bei direktem Kontakt gesundheitliche Beschwerden verursachen. Das Besondere daran? Die Brennhaare behalten ihre gesundheitsgefährdende Wirkung über mehrere Jahre! Wer also denkt, man könne einfach an einem befallenen Baum vorbeigehen, der sollte sich besser zweimal überlegen, ob das wirklich eine gute Idee ist.
Schutzmaßnahmen sind in den befallenen Gebieten dringend empfohlen. Dazu gehört das Tragen von Schutzkleidung, langen Ärmeln und Hosenbeinen, die über den Schuhen verschließbar sind. Auch Halstücher sind eine gute Idee, um empfindliche Körperteile zu schützen. Und ganz wichtig: Vermeidung von Aufwirbelungen von trockenem Laub oder Erde, um die Gefahr des Einatmens zu reduzieren. Eine Atemschutzmaske, idealerweise FFP2, kann hier zum Lebensretter werden!
Tipps für den Ernstfall
Sollte es dennoch zu einem Kontakt mit den Brennhaaren kommen, ist schnelles Handeln gefragt. Sofort duschen, Haare waschen und die belastete Kleidung bei 60 Grad Celsius waschen – aber nicht in der Wohnung ausschütteln! Bei Hautirritationen können juckreizhemmende Salben helfen, und sollten Symptome wie schmerzhafter Hautausschlag, Juckreiz, Hautschwellungen oder sogar Atembeschwerden auftreten, ist der Gang zum Arzt unumgänglich. In Extremfällen kann es sogar zu pseudoallergischen Schockreaktionen kommen. Da denkt man sich: „Das kann ja nicht wahr sein!“
Ein weiterer Punkt, der oft in Vergessenheit gerät: Auch unsere vierbeinigen Freunde können empfindlich auf die Brennhaare reagieren, auch wenn Erkrankungen bei Haus- und Wildtieren eher selten sind. Es ist also ratsam, auch hier auf die Warnzeichen zu achten.
Die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte bieten umfangreiche Informationen zum Gesundheitsschutz an. Wer mag, kann sich dort direkt informieren und sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Es lohnt sich, die Augen offen zu halten und gut vorbereitet zu sein. Schließlich ist es besser, auf Nummer sicher zu gehen, als sich mit den unangenehmen Folgen eines Kontakts mit diesen kleinen Ungeziefer herumzuschlagen!