Eichenprozessionsspinner: Wenn der Spaziergang zur Gefahr wird
Heute ist der 16.06.2026 und ich muss euch etwas erzählen, das uns alle betrifft – besonders die Naturfreunde unter uns. In Brandenburg breitet sich der gefürchtete Eichenprozessionsspinner aus. Wer jetzt denkt, das ist doch nur ein kleiner Schmetterling, der irrt sich gewaltig. Es handelt sich um die Raupen des Eichenprozessionsspinners (Thaumetopoea processionea), die nicht nur für die Bäume, sondern auch für uns Menschen gefährlich werden können. Spaziergänge im Grünen sollten jetzt mit einem gewissen Maß an Vorsicht angegangen werden!
Die Parks, Spiel- und Sportplätze in betroffenen Regionen wie Lübben, Lübbenau, Kolkwitz und Cottbus werden bereits abgesperrt. Sogar der malerische Spreewald, ein beliebtes Ziel für Urlauber und Naturliebhaber, bleibt nicht verschont. In Cottbus sind Parks wie der Eliaspark und der Spreeauenpark betroffen – und auch in Potsdam gibt’s keine Ruhe. Hier nehmen die Eichen in den bekannten Welterbe-Parks Sanssouci, Babelsberg und Neuen Garten Schaden. Die Kommunen sind im Kampf gegen diese Schädlinge aktiv, indem sie die Nester entfernen, doch das erfordert Schutzausrüstung und ist ein mühsamer Prozess.
Die Gefahren der Raupen
Wer jetzt denkt: „Na ja, ein bisschen Jucken schadet ja nicht“, der sollte besser aufpassen. Die Brennhaare dieser Raupen sind nicht zu unterschätzen. Allergische Reaktionen, Hautreizungen und sogar Atembeschwerden können die Folge sein! Das Umweltbundesamt empfiehlt, befallene Gebiete zu meiden. Es ist kein Spaß – der Kontakt mit den Brennhaaren kann zu unangenehmen Symptomen wie Juckreiz und Rötungen führen. Das Schlimmste? In seltenen Fällen können sogar Kreislaufreaktionen auftreten. Da möchte man doch lieber auf Nummer sicher gehen!
Ein weiteres Problem ist, dass warme und trockene Frühjahre die Ausbreitung dieser Schädlinge fördern. Man fragt sich, ob der Klimawandel hier vielleicht seine Finger im Spiel hat. Schließlich könnte er dafür sorgen, dass sich die Raupen in neue Gebiete ausbreiten. Das sorgt nicht nur für eine Veränderung in der Natur, sondern auch für zusätzlichen Druck auf die Forstwirtschaft.
Bekämpfungsmaßnahmen
Jetzt fragt man sich: Was tun, um diesen Schädlingen Herr zu werden? Es gibt verschiedene Ansätze, um mit dem Eichenprozessionsspinner umzugehen. Mechanische Bekämpfung ist eine Möglichkeit – da werden die Nester abgesaugt und entsorgt. Dabei müssen jedoch Arbeitsschutzmaßnahmen beachtet werden. Auch thermische Bekämpfung ist im Gespräch, bei der heißes Wasser oder Heißschaum in die Nester gebracht wird. Das tötet die Raupen ab und denaturiert die Brennhaare. Ungeschütztes Abflammen oder das Fällen von Bäumen ist jedoch nicht ratsam!
Die biologische Bekämpfung könnte auch eine Lösung sein, wobei Fadenwürmer eingesetzt werden, die die Raupen abtöten. Man muss allerdings aufpassen, dass man dabei nicht auch andere Schmetterlingsraupen schädigt. Das Ganze fällt unter verschiedene Gesetze, und es ist wichtig, Bekämpfungsmaßnahmen nur bei windstillem, niederschlagsfreiem Wetter durchzuführen. Der Einsatz von chemischen Mitteln sollte auf das notwendige Minimum beschränkt werden, um auch geschützte Tierarten nicht zu gefährden.
Wenn ihr also demnächst einen Ausflug in die Natur plant, schaut euch um und beachtet die Warnschilder. Im Zweifel lieber mal einen Spaziergang auf den Asphalt legen, als mit den Brennhaaren der Eichenprozessionsspinner Bekanntschaft zu machen. Bleibt gesund und passt auf euch auf!
