In Pritzwalk, wo die Geschichte lebendig ist und die Natur zum Radeln einlädt, fand am vergangenen Samstag die traditionelle Sternfahrt „Anradeln in der Prignitz“ statt. Anlässlich der 770-Jahr-Feier versammelten sich 481 Radfahrer, die mit Muskelkraft oder Elektromotor die frische Frühlingsluft genießen wollten. Bei milden 13 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein, auch wenn kräftiger Gegenwind nicht zu unterschätzen war, legten die Teilnehmer beeindruckende Distanzen zwischen 18 und 52 Kilometern zurück. Der jüngste unter ihnen war die 7-jährige Lena aus Pritzwalk, während der älteste, der 92-jährige Horst, allen Altersklassen zeigte, dass es nie zu spät ist, aktiv zu bleiben.

Insgesamt wurden von allen Teilnehmern sagenhafte 14.840 Kilometer zurückgelegt. Während 127 Pritzwalker die kürzeste Strecke von 18 Kilometern fuhren, bewältigten fünf Radler aus Neustadt-Dosse die längste Strecke von 52 Kilometern. Das Ziel der Sternfahrt war das „Frühlingserwachen“ in Pritzwalk, wo am Marktplatz verschiedene Spielmanns- und Fanfarenzüge sowie das Stadtorchester von Winsen/Luhe auftraten. Über 200 Zuschauer besuchten das Stadtzentrum und den Flohmarkt, auf dem allerlei Schätze wie Spielzeug, gebrauchte Kleidung und frische Eier angeboten wurden.

Kritik und Ausblick auf die Radwege

Während das Event zahlreiche begeisterte Gesichter hervorbrachte, äußerten einige Gemeinde- und Verbandschefs Kritik an der Anzahl und dem Zustand der Radwege in der Prignitz. Der Perleberger Bürgermeister Axel Schmidt wies jedoch auf den positiven Ausbau touristischer Radwege hin, während Landrat Christian Müller den bereits ausgebauten Elberadweg und den in Bau befindlichen Radweg zwischen Meyenburg und Pritzwalk lobte. Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel forderte zudem mehr straßenbegleitende Radwege, um die Sicherheit der Radfahrer zu erhöhen. Tourismus-Chef Mike Laskewitz schätzte die jährliche Besucherzahl in der Prignitz auf rund 500.000, was die Bedeutung von gut ausgebauten Radwegen unterstreicht.

Für all jene, die die Umgebung von Pritzwalk erkunden möchten, gibt es über 90 Tourenrad-Routen, von denen 61 als einfach eingestuft sind und somit perfekt für Anfänger geeignet sind. Eine der empfohlenen Routen führt vom Waldhotel Forsthaus Hainholz zum Gut Streckenthin, eine malerische Strecke von 20,4 Kilometern. Diese Routen bieten nicht nur sportliche Betätigung, sondern auch beeindruckende Ausblicke auf sanfte Hügel, dichte Wälder und idyllische Dörfer. Die besten Monate für Radtouren sind von Frühling bis Herbst, wenn die Landschaft in voller Blüte steht und die Natur zum Verweilen einlädt.

Interessante Orte entlang der Routen, wie das Königsgrab von Seddin oder das Schlossmuseum Wolfshagen, sorgen für kulturelle Entdeckungen. Die Durchschnittsbewertung der Routen aus der komoot-Community liegt bei hervorragenden 4,6 Sternen aus über 280 Bewertungen. Und wer nach einer kleinen Stärkung sucht, findet entlang der Wege zahlreiche lokale Gaststätten, die zum Verweilen mit Kaffee und Kuchen einladen.

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Das „Anradeln in der Prignitz“ hat nicht nur die Gemeinschaft zusammengebracht, sondern auch die Vielfalt der Radwege in der Region hervorgehoben. Mit einem aktiven Austausch über die Infrastruktur und einer Vielzahl an Routen haben sowohl Einheimische als auch Besucher die Chance, die Schönheit der Prignitz auf zwei Rädern zu erleben.