Templin im Dilemma: Zwischen Toilettentür und Rosenbeet
In der beschaulichen Stadt Templin, wo die Uckermark mit ihren sanften Hügeln und grünen Wäldern lockt, stehen die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes vor einer echten Herausforderung. Was tun, wenn die Arbeitskraft für die Reparatur einer Toilettentür am Busbahnhof (ZOB) gebunden ist, während an anderer Stelle dringend Hand angelegt werden müsste? Ein echtes Dilemma, das nicht nur Zeit, sondern auch wertvolle Ressourcen kostet. Das Rosenbeet am Parkplatz am Beethovenplatz wartet schließlich nicht ewig auf Pflege!
Bürgermeister Christian Hartphiel (CDU) hat in der letzten Stadtverordnetenversammlung die Missstände offen angesprochen. Die personellen und technischen Ressourcen sind begrenzt, und das wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass aktuell zehn Mitarbeiter des Wirtschaftshofes erkrankt sind, drei davon sogar dauerhaft. Eine schwierige Situation, die nicht nur die Verwaltung, sondern auch die Bürger betrifft. Um die Situation zu bewältigen, wurden bereits eine Vollzeit- und eine Teilzeitstelle (35 Stunden) für die Grünanlagenpflege ausgeschrieben. Es bleibt zu hoffen, dass dies dazu beiträgt, den Investitionsstau im Wirtschaftshof abzubauen.
Vandalismusschäden und ihre Folgen
Eine weitere Stimme, die sich zu Wort meldet, ist Prof. Dr. Olaf Burkhardt von der Uckermärker Heide-BfVG-WbV. Er zeigt sich verwundert über die späte Reaktion der Verwaltung und betont, dass diese Probleme nicht neu sind. Sein Vorschlag: eine Anpassung der Straßenreinigungssatzung, um die Kosten besser umlegen zu können. Schließlich muss auch der Wirtschaftshof wie ein gut geöltes Uhrwerk funktionieren, um die Stadt in Schuss zu halten.
Christian Bork von der AfD bringt einen weiteren Aspekt ins Spiel: die Anpassung der Preise für die Leistungen des Wirtschaftshofes. Ein Schritt, der notwendig sein könnte, um Kredite zu vermeiden und die finanzielle Stabilität des Eigenbetriebs zu sichern. Denn wie sagt man so schön? „Wo kein Geld, da keine Leistung!“
Ein Blick hinter die Kulissen
Der Wirtschaftshof der Stadt Templin ist nicht nur für die Beseitigung von Vandalismusschäden zuständig, sondern auch für viele andere Aufgaben. Dazu gehören die Unterhaltung und Reinigung öffentlicher Straßen, Wege und Plätze, der Winterdienst, die Pflege und Kontrolle des städtischen Baumbestandes sowie die Pflege von Grünanlagen, Friedhöfen und Spielplätzen. Außerdem kümmert sich der Betrieb um multifunktionale nachhaltige Forstwirtschaft im Stadtwald und bietet Dienstleistungen für verschiedene Fachbereiche der Stadtverwaltung an. Ein echter Rundum-Service, der oft im Hintergrund wirkt.
Interessanterweise bietet der Wirtschaftshof auch Ausbildungsmöglichkeiten an. Wer Lust hat, kann sich in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau ausbilden lassen. Ansprechpartner wie Herr Büttner oder Herr Parow stehen bereit, um Interessierten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Wer mehr wissen möchte, kann einfach einen Blick auf die Website werfen oder direkt bei der Adresse Otto-Lilienthal-Straße 7, 17268 Templin vorbeischauen.
Die Herausforderungen des Wirtschaftshofes sind also vielfältig und facettenreich. In einer Zeit, in der nicht alles rund läuft, sind kreative Lösungen gefragt. Und vielleicht – nur vielleicht – kann die Stadt Templin aus dieser Situation gestärkt hervorgehen, wenn die richtigen Schritte unternommen werden. Schließlich gibt es nichts Schöneres, als eine blühende Stadt, die sowohl Bewohner als auch Besucher begeistert!
