Hitzealarm: Wie wir die drückende Sommerhitze überstehen können
Der Sommer hat uns fest im Griff, und das nicht nur in den bayerischen Gefilden. Gerade in Frankfurt am Main zeigt das Thermometer aktuell 37 Grad an, aber gefühlt sind es bei einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent satte 46 Grad. Es ist kein Spaß mehr, kann ich euch sagen. Die Schwüle greift um sich, und das macht uns ganz schön zu schaffen. Der Schweiß kann nicht verdunsten, was die Kühlung des Körpers ordentlich beeinträchtigt. Letztlich kommt es zu einer echten Belastung für unser Herz-Kreislauf-System. Das Herz pumpt schneller, der Blutdruck sinkt, und die Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit sind nicht weit. Da fragt man sich: Was kann man tun, um diese drückende Hitze zu überstehen?
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, kleine Kinder, Schwangere und alle, die mit Herz- oder Kreislaufproblemen zu kämpfen haben. Wenn die Nachttemperaturen auch noch über 20 Grad liegen, wird’s richtig unangenehm. Schlafstörungen sind dann fast schon vorprogrammiert. Aber keine Panik, es gibt ganz praktische Tipps zur Hitzebewältigung. Die eigene Wohnung kühl zu halten, ist ein guter Anfang. Lüften früh morgens und spät abends, tagsüber Fenster und Vorhänge geschlossen halten – das hilft ungemein. Zudem sollte man ausreichend trinken, aber besser Wasser oder ungesüßten Tee. Alkohol und schwere Mahlzeiten – da kann man sich echt was sparen. Sport und Gartenarbeit sollten in die kühleren Morgenstunden verlegt werden. Und hey, schaut mal nach den Nachbarn oder älteren Angehörigen, die alleine leben – manchmal ist ein einfaches „Wie geht’s?“ Gold wert.
Gesundheitliche Auswirkungen der Hitze
Wie wir wissen, kommt die extreme Hitze nicht von ungefähr. Der Klimawandel schlägt auch in Deutschland immer mehr zu. In den kommenden Jahren müssen wir mit einer Zunahme extremer Hitze rechnen, und das hat nicht nur Auswirkungen auf unser Wohlbefinden, sondern auf das gesamte Gesundheitssystem. Hitze kann bestehende Erkrankungen verschlimmern, sei es das Herz-Kreislauf-System oder Atemwegserkrankungen. Auch die Nieren sind betroffen. Und das Schlimmste: In Hitzeperioden steigt die Sterblichkeit. Das Robert Koch-Institut hat dazu festgestellt, dass in diesen Zeiten ein Anstieg der Sterbefälle zu beobachten ist.
Besonders betroffen sind vulnerable Gruppen, aber im Grunde ist die Hitze ein Gesundheitsrisiko für alle. Um dem entgegenzuwirken, sind effektive Hitzeschutzmaßnahmen notwendig. Hier kommen die Hitzeaktionspläne ins Spiel. Diese werden international als geeignete Instrumente empfohlen, um präventiven Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung zu gewährleisten. In Deutschland kümmert sich der Deutsche Wetterdienst um die frühzeitige Erkennung bevorstehender Hitzeperioden, während das Robert Koch-Institut die gesundheitlichen Auswirkungen kontinuierlich überwacht. Zwischen Juni und September gibt es wöchentliche Berichte zur hitzebedingten Mortalität, wenn die Temperaturen über 20 Grad liegen. Das ist ein echter Alarm, den wir ernst nehmen sollten.
Kommunale Maßnahmen und Empfehlungen
Auf kommunaler Ebene sind Länder und Städte für die Umsetzung von Hitzeaktionsplänen zuständig. Das Ziel ist klar: Die Bevölkerung vor Ort vor Hitzewellen zu schützen. Umfassende Empfehlungen zur Erstellung dieser Pläne wurden bereits 2017 erarbeitet, basierend auf einer WHO-Leitlinie. Die Maßnahmen können ganz unterschiedlich ausfallen, je nach Kommune. Neue Konzepte der Stadtgestaltung, mehr Stadtgrün und kurzfristige Verschattungsaktionen – all das kann helfen, die Auswirkungen der Hitze abzumildern. Auch Informationskampagnen und spezielles Monitoring sind Teil dieser Pläne.
Immer mehr Städte und Bundesländer handeln und setzen eigene Hitzeaktionspläne um. Es ist höchste Zeit, dass wir unser Augenmerk auf diese Thematik richten und auch mal über den eigenen Tellerrand schauen. Denn wenn die Sonne brennt und die Temperaturen durch die Decke gehen, dann sind wir alle gefragt, aktiv zu werden – für unsere Gesundheit und die unserer Mitmenschen.
