Klangwelten zwischen Lärm und Kunst: Ein akustisches Abenteuer in Beeskow
Heute ist der 6.07.2026 und in Beeskow, wo sich die Wellen des Radios mit der Luft vermischen, steht ein ganz besonderer Abend bevor. Um 21:00 Uhr wird die neue Miniatur „Denken mit den Ohren“ des Klangkünstlers und Soundforschers Sam Auinger ausgestrahlt. Es ist die 22. Folge einer Reihe, die das Thema Lärm und Lautheit beleuchtet. Ein Thema, das uns alle betrifft, denn wir leben in einer Welt, in der Geräusche oft lauter sind als Worte. Und das ist nicht immer angenehm, oder?
In dieser Sendung werden zwei eindrucksvolle Stücke präsentiert, die für den Prix Palma Ars Acustica eingereicht wurden. Das erste Stück, „rocococorecore“ von Antonia Alessia Virginia Beeskow, ist ein faszinierendes Hörstück, das mit Textfragmenten und Samples aus dem Social Media Account der Autorin spielt. Hier wird eine Mischung aus Literatur und digitaler Kultur zum Leben erweckt. Der Titel selbst ist schon ein Kunstwerk: Er verweist auf die Phänomene „corecore“ und „Rokoko“. Letzteres, ganz ehrlich gesagt, ist ein bisschen wie das Spiel mit der Asymmetrie – ähnlich wie wir in unserer schnelllebigen Zeit mit kurzen Aufmerksamkeitsspannen jonglieren. Beeindruckend, wie sie Stimmen von Marie Popall, Frithjof Gawenda und der Autorin selbst kombiniert. Ein echtes Ohrenspiel!
Ein weiterer akustischer Genuss
Das zweite Stück, „Skywave“ von Jacob Kirkegaard, ist eine Hommage an die Kurzwellenfrequenzen zwischen 3 und 30 MHz. Diese Frequenzen sind wie kleine Geheimnisse, die in der Luft schwirren, nicht zurückverfolgbar und doch so eindringlich. Kirkegaard spielt mit diesen Funkphänomenen und zaubert aus Frequenz-Trillern, Morsefolgen und codierten Stimmen ein akustisches Spektakel, das unter die Haut geht. Das ist wie ein Konzert für die Ohren – und ich kann kaum erwarten, wie sich diese Klänge entfalten werden!
Der Prix Palma Ars Acustica, der seit 2013 als internationaler Wettbewerb ausgeschrieben wird, ist ein echter Leuchtturm für die Radiokunst. Organisiert von der Ars Acustica Gruppe der Europäischen Rundfunk Union, fördert dieser Wettbewerb außergewöhnliche Produktionen aus den Radiokunstredaktionen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Europa. Und wenn man sich die eingereichten Stücke ansieht, merkt man, dass hier wahre Künstler am Werk sind. Es ist ein Fest für die Sinne, das da auf uns zukommt.
Plattform und ihre Regeln
Doch nicht nur die Kunst selbst hat ihre eigenen Regeln. Auch Plattformen, auf denen diese Kunstwerke präsentiert werden, haben ihre Eigenheiten. Bei der Registrierung auf solchen Plattformen müssen Nutzer genaue und aktuelle Informationen angeben und sich an die Nutzungsbedingungen halten. Das klingt ein bisschen nach Bürokratie, aber es ist wichtig. Schließlich sind alle Inhalte urheberrechtlich geschützt – ein Thema, das in der digitalen Welt immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Datenschutzrichtlinien erklären, wie persönliche Informationen behandelt werden, und ich kann nur sagen: Man sollte immer darauf achten, was man teilt und wo.
Ein weiterer Punkt, der nicht vergessen werden darf, sind die rechtlichen Herausforderungen, die mit der Digitalisierung einhergehen. Medienunternehmen müssen sich an nationale und internationale Gesetze halten – ein Unterfangen, das nicht immer einfach ist. Die DSGVO, die seit 2018 in Kraft ist, hat bereits zu über 1,5 Milliarden Euro an Bußgeldern gegen Technologieunternehmen geführt. Das zeigt, wie ernst man es mit dem Datenschutz nimmt. Und das ist auch gut so, denn in einer Welt, die immer vernetzter wird, sind unsere Daten mehr wert als je zuvor!
Ein Ausblick auf die Zukunft
Es bleibt spannend, wie sich die Landschaft der Radiokunst und der digitalen Medien weiterentwickeln wird. Regulierungsbehörden arbeiten an einheitlichen Standards, während neue Grauzonen entstehen. Immer wieder tauchen Fragen zur Plattformhaftung, zu Desinformation und dem Recht auf Vergessen auf. Wir stehen an einem Wendepunkt, und es ist an der Zeit, diese Themen ernst zu nehmen.
Die heutige Sendung ist also nicht nur eine Feier der Radiokunst, sondern auch ein nachdenklicher Blick auf die digitale Welt, in der wir leben. Und ich freue mich auf jeden Fall darauf, was uns Sam Auinger und die anderen Künstler heute Abend zu bieten haben. Es wird ein akustisches Abenteuer!
