In Cottbus wird es am Donnerstag, den 29.04.2026, um 19 Uhr am Hauptbahnhof (Ausgang Richtung Innenstadt) eine bedeutende Demonstration gegen rechten Terror geben. Diese Veranstaltung, die bis etwa 20:30 Uhr an der Zelle79 stattfinden wird, zielt darauf ab, ein starkes Zeichen gegen rechte Hetze, Gewalt und Diskriminierung zu setzen. Die Organisatoren rufen dazu auf, in Gruppen zu erscheinen, An- und Abreisen zu organisieren und Banner sowie Schilder mitzubringen. Es wird empfohlen, keine National- oder Parteifahnen mitzuführen.
Die jüngsten Vorfälle in Cottbus, darunter die Randalierung durch Nazis in einem Wohnhaus, die Bedrängung einer jungen Erwachsenen sowie antisemitische und rechtsextreme Schmierereien an einer Synagoge, machen deutlich, wie dringend der Handlungsbedarf ist. Zudem wurde ein alternatives Wohnprojekt beschmiert und ein Brand im Hausflur eines anderen Wohnhauses gelegt. Diese Taten sind nicht nur Angriffe auf die Betroffenen, sondern auch auf unsere gesamte Gesellschaft. Daher ist ein klares Zeichen der Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt unerlässlich.
Gemeinsam gegen rechte Gewalt
Die Veranstaltung wird nicht nur eine Demonstration sein, sondern auch eine Plattform für alle, die sich gegen Diskriminierung und Gewalt einsetzen möchten. Frühere Mobilisierungen, wie die im Januar nach Cottbus mit 800 Teilnehmenden, zeigen, dass es ein starkes Bedürfnis gibt, sich gegen solche Übergriffe zu wehren. Die Forderungen richten sich an Politik, Stadt, Polizei, Justiz und Eigentümer, um sich gemeinsam gegen diese Formen von Gewalt und Intoleranz zu stellen.
Die Demonstration richtet sich an alle Altersgruppen und lädt dazu ein, Freunde und Familie zu mobilisieren. Es ist eine Gelegenheit, sich gemeinsam für eine bunte, entschlossene und laute Gesellschaft einzusetzen, die Vielfalt und Toleranz schätzt.
Bildungsarbeit gegen Extremismus
Um gegen die Wurzeln des Rechtsextremismus vorzugehen, ist auch eine umfassende Bildungsarbeit notwendig. Materialien wie das „Augen auf!“-Spiel der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit bieten Lehrkräften wertvolle Werkzeuge, um Schüler ab Klasse 8 über rechtsextreme Strategien, insbesondere in sozialen Medien, aufzuklären. Diese Art der Bildung ist entscheidend, um zukünftige Generationen für die Gefahren des Extremismus zu sensibilisieren.
Ein weiteres Beispiel ist das umfangreiche Handbuch zur nicht-rassistischen Bildungsarbeit, das Aktivitäten und Materialien für Schulen bereitstellt. Solche Initiativen sind unverzichtbar, um ein Bewusstsein für Themen wie Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung zu schaffen und um die Schüler zu ermutigen, sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft einzusetzen.
Jeder, der an der Demonstration teilnimmt oder sich in der Bildungsarbeit engagiert, trägt dazu bei, die Stimme gegen Intoleranz und Gewalt zu erheben. Lassen Sie uns gemeinsam für eine Gesellschaft einstehen, die Vielfalt und Menschlichkeit lebt und sich gegen jede Form von Diskriminierung zur Wehr setzt.