Heute ist der 25.05.2026 und in Senftenberg tut sich was! In den letzten Jahren hat sich die Diskussion um die Wiederverwendung von alten DDR-Betonplatten als innovative Lösung zur Wohnungsnot neu entfacht. Ja, auch in der DDR war Wohnungsnot ein Thema, und die Antwort darauf war das Wohnungsbauprogramm von 1973. Bis zur Wende 1990 entstanden fast zwei Millionen Wohnungen – eine beeindruckende Zahl, die damals als Erfolg gefeiert wurde. Aber die Zeiten ändern sich, und nach der Wende gerieten die Plattenbauten schnell in Verruf. Man könnte sagen, sie wurden zum Schandmal der Vergangenheit, viele wurden kurzerhand abgerissen, ohne zu bedenken, dass sie auch eine wertvolle Ressource sein könnten.

Hier kommt Angelika Mettke ins Spiel – eine Bauingenieurin aus Senftenberg, die mit ihrer Leidenschaft und Expertise für die Wiederverwendung von DDR-Betonplatten kämpft. Sie betrachtet diese Platten als eine Art „Schatzkammer“ und hat sich in den letzten 30 Jahren intensiv mit dem Thema Bauliches Recycling beschäftigt. Ihr Ansatz? Anstatt den Beton zu zerstören, sollte man ihn wiederverwenden. Das klingt doch nach einem Plan! In Kolkwitz wird gerade ein neues Mehrzweckgebäude aus diesen alten Platten errichtet, unterstützt von 521.000 Euro Strukturförderung und dem EU-Programm „Horizon 2020 – ReCreate“. Die Betonteile stammen aus einem zurückgebauten Wohnblock in Großräschen – und 88 vorsortierte Teile warten im Zwischenlager, bereit für ihren neuen Einsatz. Der Rohbau soll noch dieses Jahr fertiggestellt werden. Das klingt nach einer spannenden Entwicklung!

Wirtschaftlichkeit und Effizienz

Mettke hat die volkswirtschaftlichen Vorteile der Weiternutzung der Platten im Blick. Es ist nicht nur sinnvoll, sondern auch effizient. Viele Abrissfirmen zermahlen die Platten zu neuem Beton, was Mettke als ineffizient erachtet. Stattdessen sollten wir die erhaltenswerten Teile nutzen und so Ressourcen sparen. Schließlich wurden in der DDR bis 1980 rund 700.000 bis 800.000 neue oder modernisierte Wohnungen gebaut, und die Gesamtzahl bis 1990 lag bei 1,92 Millionen. Diese historische Bauweise hat ihre eigene Geschichte, die es wert ist, erzählt und bewahrt zu werden.

In diesem Zusammenhang ist das Informationszentrum Plattenbau des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) von großer Bedeutung. Hier werden Unterlagen zu industrialisierten Bauweisen in der DDR dokumentiert – ein einzigartiges Archiv mit Planungsunterlagen, Zeichnungen und technischen Regelwerken. Es bietet Architekten und Planern wertvolle Informationen zur Modernisierung und Instandsetzung von Beständen. Das ist doch mal eine gute Grundlage für zukunftsorientiertes Bauen, oder? Und sogar Digitalisierungsprojekte sind am Laufen, um bisher nicht erfasste Unterlagen zugänglich zu machen.

Moderne Bauprojekte und die Zukunft

Ein weiteres spannendes Projekt ist der Bau des größten Modulbau-Quartiers in Europa in Berlin-Lichtenberg. Hier werden 1548 Wohnungen geschaffen, die ganze 50 Prozent schneller als herkömmliche Bauweisen entstehen. Das zeigt, wie sich die Bauindustrie wandelt und anpasst. Die Herausforderungen sind groß, aber mit kreativen Ansätzen und dem Willen zur Wiederverwendung alter Materialien können wir vielleicht doch noch eine Lösung für die Wohnungsnot finden.

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So, während in der Vergangenheit Plattenbauten eher als Problem betrachtet wurden, zeigt sich heute ein Umdenken. Die alten Betonplatten, die einst die Straßen und Städte der DDR prägten, könnten nun als Ressource für die Zukunft dienen. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich diese Entwicklungen weiter entfalten.