Heute ist der 4.07.2026 und ich finde mich in Forst (Lausitz) wieder, einem Ort, der sich durch seinen beeindruckenden Ostdeutschen Rosengarten auszeichnet. Hier wird nicht nur die Schönheit der Natur zelebriert, sondern auch eine über 100-jährige Tradition gepflegt. Dieser Garten ist ein wahres Paradies für Rosenliebhaber und Gartenfreunde. Es ist wirklich faszinierend, wie die ersten Schritte für die Deutsche Rosen- und Gartenbauausstellung (RUGA) schon im Jahr 1913 stattfanden, als die Eröffnung am 14. Juni gefeiert wurde. Wer hätte gedacht, dass solch ein Event 350.000 Besucher anziehen würde? Im Vergleich zu Wettbewerben in Breslau und Leipzig war diese Ausstellung offenbar eine echte Attraktion!

Der Ostdeutsche Rosengarten erstreckt sich über großzügige 17 Hektar und vereint Gartenkunst, Landschaftsarchitektur sowie botanische Vielfalt. Man könnte fast sagen, der Garten ist wie ein lebendiges Museum für Rosen. Die Anlage dient nicht nur zur Freude der Besucher, sondern auch als Sichtungsgarten für die Rosenprüfung, die für das ADR-Qualitätssiegel notwendig ist. Nur die Sorten, die sich über drei Jahre mit minimalem Pflegeaufwand bewähren, dürfen sich mit diesem begehrten Siegel schmücken. Das ist schon eine große Auszeichnung!

Ein Blick in die Geschichte

Die Entwicklung des Rosengartens war nicht immer einfach. Nach der Eröffnung im Jahr 1913 übernahm Alfred Boese die fachliche Leitung und arbeitete bis zu seinem Tod 1939 an der Gestaltung des Gartens. Der Volkspark im Stil eines englischen Landschaftsgartens mit geschwungenen Wegen und Baumgruppen wurde im Laufe der Jahre immer wieder neu gestaltet und erweitert. Zu den wichtigen Baulichkeiten gehörte die Wehrinselgaststätte, die 1910 erbaut wurde und bis heute ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Natürlich gab es auch dunkle Zeiten. Während des Ersten Weltkriegs stagnierte die Entwicklung des Gartens, und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er weitgehend verwüstet. Doch der Glaube an die Wiederauferstehung war stark. 1953 wurde die Wehrinselgaststätte wieder eröffnet, und der Rosengarten erblühte erneut mit 20.000 Rosen. Das Festhalten an Traditionen und die Liebe zur Natur waren wohl die treibenden Kräfte hinter diesem Wiederaufbau.

Gartenzeit im Fernsehen

Aktuell wird der Ostdeutsche Rosengarten auch in der Sendung „rbb Gartenzeit“ gefeiert. Die Moderation übernimmt Ulrike Finck, die zusammen mit Parkleiter Stefan Palm die Rosen, die derzeit in voller Blüte stehen, erkundet. Das Programm bietet nicht nur praktische Tipps für Gartenfreunde, sondern thematisiert auch aktuelle Trends wie die Anlage eines Raupengartens zur Rückbringung von Schmetterlingen, Bio-Gemüse und vieles mehr. Es ist einfach schön zu sehen, wie Gartenkultur und Umweltschutz Hand in Hand gehen. Ehrlich gesagt, ich könnte stundenlang über die verschiedenen Arten von Johannisbeerblasenläusen oder Kapuzinerkressen plaudern – wenn ich nur mehr darüber wüsste!

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Der Ostdeutsche Rosengarten ist nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein lebendiger Teil der Kultur in Forst. Hier findet man Themengärten, die das ganze Jahr über geöffnet sind, und die Besucherzahlen steigen stetig. Es ist erstaunlich, wie dieser Garten über ein Jahrhundert hinweg Menschen zusammengebracht hat. Die Rosengartenfestwochen sind mittlerweile ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Forst – über 100.000 Besucher in den 1960er Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Und für all jene, die die Schönheit der Natur schätzen, ist der Ostdeutsche Rosengarten ein absolutes Muss!