Am Samstagabend, in der beschaulichen Stadt Spremberg, wurde es plötzlich alles andere als ruhig. Zwei Personen wurden verletzt und mussten zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden. Was war passiert? Ein unbekannter Angreifer versuchte in der Karl-Marx-Straße, einer Person eine als Schal genutzte Regenbogenflagge zu entreißen. Als ein Zeuge eingriff, zog der Täter, wie aus dem Nichts, Pfefferspray und setzte es ein. Die Flucht des Angreifers war schließlich der letzte Akt in dieser unliebsamen Szene. Die Polizei wurde um 20:45 Uhr gerufen, und trotz intensiver Suchmaßnahmen blieb der Täter unauffindbar. Die Kriminalpolizei hat nun die weiteren Ermittlungen übernommen, aber Details zum Motiv oder zur Beschreibung des Angreifers sind bislang ein großes Rätsel.

Kaum war die Situation in der Karl-Marx-Straße abgeklungen, ereignete sich am Sonntagvormittag ein weiterer Vorfall in der Region. Auf der B97, nahe Guben, kam es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem TOYOTA und einem SEAT. Eine 60-jährige Frau wurde schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Der Sachschaden wurde auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Auch hier ermittelt die Kriminalpolizei, um den genauen Unfallhergang zu klären.

Alkoholeinfluss und Verkehrskontrollen

Im Landkreis Spree-Neiße gab es zudem eine Reihe von Verkehrskontrollen, die nicht weniger besorgniserregende Ergebnisse lieferten. Vier Fahrzeugführer, zwischen 42 und 58 Jahren alt, wurden unter Alkoholeinfluss festgestellt. Die Atemalkoholwerte lagen dabei im Bereich einer Straftat. In diesen Fällen wurden Blutentnahmen angeordnet und die Führerscheine sichergestellt. Die betroffenen Personen müssen sich nun in Strafverfahren verantworten – nicht gerade die besten Aussichten, um sein Wochenende zu genießen!

Was die Vorfälle in Spremberg betrifft, so zeigt sich, dass Gewalt mit Pfefferspray kein Einzelfall ist. Tatsächlich ist die Zahl der Straftaten mit Pfefferspray in Deutschland, insbesondere in Baden-Württemberg, seit Jahresbeginn gestiegen. Das Innenministerium hat zwar noch keine genauen Daten veröffentlicht, doch ein Trend ist klar erkennbar. In den letzten fünf Jahren haben sich die Zahlen nahezu verdoppelt, und die meisten dieser Straftaten sind Gewaltdelikte – 1.046 allein im vergangenen Jahr.

Pfefferspray im öffentlichen Raum

Erschreckend ist auch, dass das Versprühen von Pfefferspray in öffentlichen Verkehrsmitteln bereits als Körperverletzung gewertet werden kann. Das kann schnell ernsthafte Folgen haben, denn Körperverletzung kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Die Nebenwirkungen sind nicht zu unterschätzen: Atemnot, vorübergehende Erblindung und starker Juckreiz sind nur einige der unangenehmen Effekte, die Pfefferspray verursachen kann. Die Polizei rät deshalb vom Tragen solcher Sprays zur Verteidigungszwecken ab.

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In einer Zeit, in der Sicherheitsfragen und der Umgang mit Gewalt im öffentlichen Raum immer präsenter werden, ist es wichtig, dass Gemeinden und Städte wie Spremberg Maßnahmen ergreifen. Die Präventionswoche in Cottbus, die diese Woche stattfindet, könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein. Mit über 50 Veranstaltungen, die sich mit sicherem und gesundem Leben beschäftigen, bieten Beratungsstellen und Behörden wichtige Tipps und Denkanstöße. Ein Höhepunkt der Woche ist die Verleihung des Cottbuser Präventionspreises, der am Donnerstag vergeben wird. Vielleicht ist das der Startschuss für mehr Sicherheit in unserer Region.