Heimat im Herzen: Alois Rainer und die Zukunft von Golzow
Heute ist der 16.07.2026, und während sich die Sonne langsam hinter den Bäumen in Golzow versteckt, hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) seinen Besuch in diesem kleinen Ortsteil von Chorin im Barnim angekündigt. Golzow, ein ruhiges Fleckchen, hat nur einen Bedarfshalt an der Schorfheidebahn, aber das macht es nicht weniger charmant. Die Kopfsteinpflasterchaussee, die zum Bahnhof führt, wird von verwilderten Apfelbäumen gesäumt, und hier und da rufen die Vögel den Sommer herbei. Auch wenn man hier keinen Bäcker oder Supermarkt findet, gibt es eine kleine Brauerei und einige landwirtschaftliche Betriebe, die das Herz der Region zum Schlagen bringen.
Rainer ist im Rahmen seiner Sommertour durch Ostdeutschland unterwegs und hat die „Heimatagenda“ im Gepäck. Diese Agenda, unter dem Titel „Miteinander ist es Heimat“, soll die Kluft zwischen Politik und Bürgern verringern. Mit einer 30-seitigen Broschüre, die Themen wie Bürokratieabbau, Unterstützung des Ehrenamtes und Stärkung der Menschen vor Ort behandelt, kommen Rainer und Petra Bendkämper, die Bundesvorsitzende des Landfrauenverbands, um die Ecke. Sie betonen die Wichtigkeit von Selbstwirksamkeit und greifbarer Politik, denn der Zusammenhalt in ländlichen Regionen ist wichtiger denn je.
Der Dialog mit den Bürgern
In Golzow, wo bei der Landratswahl fast 50% der Stimmen für den SPD-Landrat Daniel Kurth und 49% für den AfD-Kandidaten abgegeben wurden, ist die politische Stimmung angespannt. Rainer nutzt hier die Gelegenheit, um die AfD für das Schüren von Neid und Angst zu kritisieren. „Wir brauchen positive Kommunikation“, sagt er, und das ist auch in der kleinen Gemeinde spürbar. Der Minister kündigt Dialogveranstaltungen an und erwähnt einen neuen Heimatpreis, der ab diesem Jahr verliehen werden soll. Das klingt vielversprechend!
Petra Bendkämper macht auf die Abwanderung junger Frauen aufmerksam, die auf der Suche nach besseren Bildungschancen oft in die Großstädte ziehen. „Wir müssen die ländlichen Räume fördern, damit Familien und Arbeitskräfte sich hier ansiedeln können“, fordert sie. Das Problem ist, dass die nächsten Arztpraxen mehrere Kilometer entfernt sind – eine Herausforderung für die Bewohner, die oft auf sich allein gestellt sind.
Die Heimatagenda im Detail
Die Heimatagenda, die Rainer vorgestellt hat, basiert auf drei Säulen: regionale Kultur, gesellschaftliches Miteinander und starke regionale Wirtschaft. Ziel ist es, handlungsfähige Kommunen zu schaffen und gleichwertige Lebensverhältnisse zu ermöglichen. „Wir wollen die Menschen vor Ort in den Mittelpunkt stellen“, erklärt Rainer. Dazu gehört auch der Abbau unnötiger Bürokratie und die Förderung der regionalen Wirtschaftskraft. Ein neues „Institut für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen“ soll helfen, regionale Wertschöpfungsketten zu identifizieren.
Ein weiteres Highlight der Agenda ist die Einführung von Heimat-Dialogen, die eine direkte Kommunikation mit den Bürgern und Partnern ermöglichen. Der „Bundespreis Heimat“ wird Engagement für die Heimat auszeichnen und die Idee von gemeinsamer Weiterentwicklung fördern. „Das ist nicht nur ein Lippenbekenntnis“, so Rainer, „sondern ein klarer Kurswechsel hin zu dauerhaften Förderungen.“ Das alles klingt nach einer echten Chance für Golzow und die umliegenden Gemeinden.
Der Ministeriumstross verlässt Golzow nach dem Termin, aber die Worte von Rainer und Bendkämper hallen noch nach. Sie haben die Menschen hier berührt, vielleicht sogar inspiriert. In diesem kleinen Ort, umgeben von Natur und dem Fluss der Zeit, gibt es viel zu tun, aber der Wille ist da. Und eines ist klar: Heimat ist mehr als nur ein Ort – es ist ein Gefühl, das die Menschen verbindet.
