Heute ist der 15.07.2026 und in Lübben, einer kleinen Perle im Dahme-Spreewald, gehen die Kinder des Hortes der Liuba-Grundschule mit Eifer ans Werk. Gemeinsam mit der Stadt und dem UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald haben sie sich eine tolle Aktion ausgedacht: Meisen- und Fledermauskästen bauen! Ein bisschen DIY, ein bisschen Natur-Engagement – und das alles im Rahmen der Kinder- und Jugendbeteiligung „JubeLN“. Wie schön, wenn die Kleinen so aktiv werden!

Der Anlass ist allerdings nichts zu feiern. Ein massiver Befall von Eichen im Stadtgebiet durch den Eichenprozessionsspinner macht den Bewohnern zu schaffen. Diese kleinen Biester sind nicht nur unangenehm, ihre feinen Brennhaare tragen das Nesselgift Thaumetopoein, das bei Menschen Hautreizungen, Juckreiz und sogar Atembeschwerden verursachen kann. Die Kinder sind sich der Herausforderung bewusst, doch die Aussicht auf gefiederte Freunde, die helfen können, macht die Sache spannend. Kohl- und Blaumeisen sind nämlich die natürlichen Feinde der Raupen und können helfen, deren Population zu reduzieren. Ein cleverer Schachzug!

Gemeinsam für die Natur

Das Material für die Kästen kommt direkt vom Biosphärenreservat, unterstützt durch das Klimaschutzmanagement der Stadt und den Baubetriebshof. Das klingt alles nach einer richtig guten Teamarbeit, oder? Aber wie der Klimaschutzmanager Mathias Wolff betont, reicht es nicht, einmalig aktiv zu werden. Langfristige Strategien sind gefragt. Die Nistkästen werden nicht nur einfach aufgehängt, sondern auch regelmäßig beobachtet und in den Unterricht integriert. So lernen die Kinder nicht nur etwas über Naturschutz, sondern können auch gleich selbst mit anpacken.

Die Kästen werden rund um das Gelände der Liuba-Grundschule angebracht. So wird das Projekt zu einem lebendigen Teil ihres Alltags. Es geht nicht nur darum, die Eichen zu schützen, sondern auch darum, ein Bewusstsein für die Natur zu schaffen. Und in der Schule wird so ganz nebenbei die Biologie auf spannende Weise erlebbar gemacht. Finde ich klasse!

Ein Teil der Lösung

Natürlich ist das Bauen der Kästen nicht die einzige Maßnahme gegen den Eichenprozessionsspinner. Es gibt auch Fachfirmen, die die Nester absaugen, um die Population zu kontrollieren. Doch die aktive Beteiligung der Kinder und der Gemeinschaft ist ein wichtiger Baustein in der Strategie zur biologischen Schädlingsregulierung. Wenn wir die Jüngsten an die Hand nehmen und sie in die Verantwortung einbeziehen, schaffen wir nicht nur Bewusstsein, sondern auch eine generationenübergreifende Liebe zur Natur.

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So sieht aktiver Umweltschutz von morgen aus – mit viel Herz, Engagement und einem Augenzwinkern. Denn die Kinder sind die Naturschützer von morgen. Und wer weiß, vielleicht werden wir eines Tages auf diesen Tag zurückblicken und sagen: „Da hat alles angefangen!“