In Berlin sorgt ein unerwartetes Phänomen für erhöhte Nervosität unter den Bewohnern: Handgezeichnete Zeichen, meist in Form eines „X“, erscheinen an Klingeln und Haustüren. Die Menschen sind beunruhigt und fragen sich, ob das die berühmten Gaunerzinken sind, geheime Zeichen von Einbrechern, die Informationen über mögliche Einbruchsziele austauschen. Die Berliner Polizei hat zwar bestätigt, dass solche Zeichencodes bekannt sind, doch sie spielen selten eine Rolle in Ermittlungen. Stattdessen sind Klebefäden, die zwischen Tür und Rahmen gespannt werden, ein klareres Zeichen für längere Abwesenheit.

Die Markierungen wie das „X“ gelten laut Polizei nicht als ermittlungsrelevant und es gibt keine verlässlichen Zahlen zu diesen Beobachtungen, da sie nicht zentral erfasst werden. Einige Berliner berichten sogar von anderen Zeichen, die aussehen wie „v“, „N“ oder fröhliche kleine Smileys. Diese Symbole treten häufig bei Erdgeschosswohnungen oder in Haushalten auf, die oft bewohnt sind. Komischerweise wird auch spekuliert, dass Paketboten hinter diesen Zeichen stecken könnten, um auf Haushalte hinzuweisen, die regelmäßig Pakete annehmen. Das klingt fast nach einem neuen Trend, oder?

Die Realität der Gaunerzinken

Gaunerzinken sind nicht nur ein Berliner Phänomen. Diese geheimen Zeichen, die Einbrecher nutzen, um Informationen auszutauschen, sind in vielen Städten ein Thema. Sie können in Form von Kritzeleien, Schnüren oder sogar Aufklebern an Gebäuden oder Grundstücken auftreten. Oft sind solche Markierungen harmlos – könnte ja auch ein Kind sein, das mit Kreide spielt oder ein Handwerker, der etwas notiert hat. Doch die Polizei warnt vor neuen, unauffälligen Gaunerzinken, die wie ein Stein unter der Haustür oder ein Stöckchen im Rollladen aussehen. Das klingt ja fast nach einem Versteckspiel! Das Bundeskriminalamt hat jedoch klargestellt, dass es keine Hinweise gibt, dass diese Zeichen systematisch zur Einbruchsvorbereitung verwendet werden. Stattdessen haben moderne Tätergruppen oft digitale Methoden, um Einbrüche zu planen. Man beobachtet soziale Medien oder schaut einfach mal, ob das Licht brennt.

Die Statistiken sprechen für sich: Nach einem Anstieg der Einbrüche, besonders nach der Corona-Pandemie, stagnieren die Fallzahlen nun auf einem Niveau, das deutlich unter dem Höchststand von 180.000 Einbrüchen im Jahr 2015 liegt. Trotzdem bleibt die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland hoch. Im Jahr 2023 und 2024 wurden etwa 90.000 Einbrüche registriert. Und die durchschnittlichen Schadenssummen steigen ebenfalls – von 3.600 auf 3.800 Euro. Da wird einem schon mal mulmig, wenn man an die eigenen vier Wände denkt.

Prävention ist alles

Die GDV empfiehlt, in den Schutz des eigenen Zuhauses zu investieren. Hochwertige Schlösser, abschließbare Fenstergriffe und Bewegungssensoren können dabei helfen, Einbrüche zu verhindern. Wer sich ernsthaft Sorgen macht, sollte auch mechanische und elektronische Sicherungen in Betracht ziehen, wie Alarmanlagen, die sofortige Meldungen bei Einbruchsversuchen senden. Es gibt einige einfache Schritte, die helfen können: Türen und Fenster sichern, Sichtbarkeit durch Außenbeleuchtung erhöhen, Nachbarschaftshilfe nutzen, um verdächtige Aktivitäten schnell zu erkennen und Wertsachen kennzeichnen. Auf die kleinen Dinge kommt es an! Es sind oft die einfachen Maßnahmen, die einen großen Unterschied machen können.

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Und falls Sie einmal auf solche Gaunerzinken stoßen sollten, ist es ratsam, das Zeichen zu dokumentieren, sofort zu entfernen und die Polizei sowie die Nachbarn zu informieren. Auch wenn das Anbringen solcher Zeichen nicht strafbar ist, kann die Absicht als versuchte Tatvorbereitung gewertet werden. Man möchte ja nicht in den Verdacht geraten, in ein Verbrechen verwickelt zu sein, oder?