Heute ist der 28.04.2026 und in Leipzig wird es wieder ernst auf den Straßen: Acht mobile Blitzer wurden an verschiedenen Standorten eingerichtet, um die Geschwindigkeitsübertretungen in Schach zu halten. Diese Maßnahmen sind notwendig, denn die Gefahrenlage im Straßenverkehr kann sich ständig ändern, weshalb eine flexible Kontrolle unerlässlich ist.

Die Standorte der Radarkontrollen sind gut gewählt und decken sowohl stark befahrene als auch gefährliche Straßenabschnitte ab. So finden Autofahrer Blitzer unter anderem in der Messe-Allee (50 km/h, gemeldet um 20:17 Uhr), in der Adenauerallee (50 km/h, 20:00 Uhr) und der Breisgaustraße (30 km/h, 18:59 Uhr). Diese mobilen Anlagen sind nicht nur schnell aufgestellt, sondern können auch gezielt zur Sicherheit im Verkehr eingesetzt werden.

Rechtsgrundlagen und Messverfahren

Doch wie funktioniert das Ganze eigentlich? Blitzer müssen zahlreiche Vorschriften und gesetzliche Vorgaben beachten, um als Grundlage für Bußgeldbescheide zu dienen. Dazu gehört die Zulassung der Messgeräte, die regelmäßige Eichung und die Zuständigkeit der Behörden. Diese Aspekte sind entscheidend, da die Rechtsgrundlage für Blitzer je nach Bundesland variiert.

Wichtig zu wissen ist, dass private Firmen keine Blitzer betreiben dürfen, da Messungen durch private Blitzer nicht als Grundlage für Bußgeldbescheide dienen können. Dies wurde durch ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main klargestellt (Az.: 2 Ss-OWi 942/19). Die Geschwindigkeitsmessung bleibt somit eine hoheitliche Aufgabe, die von Polizei oder kommunalen Behörden durchgeführt wird.

Messgeräte und deren Eichung

Die eingesetzten Messgeräte müssen bestimmten Anforderungen entsprechen und jährlich geeicht werden. Die Rechtsgrundlage für die Eichung und Zulassung bildet das Eichgesetz, die Eichordnung und die Zulassungsvorschriften der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB). Diese legt auch Toleranzwerte fest, um Ungenauigkeiten auszugleichen. Autofahrer haben die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt eines Bußgeldbescheids Einspruch einzulegen, falls sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Messung haben. In solch einem Fall kann es ratsam sein, einen Anwalt für Verkehrsrecht zu konsultieren.

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Mit den heutigen mobilen Blitzeraktionen hofft die Stadt Leipzig, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Autofahrer zu einem gewissenhaften Fahren zu motivieren. Schließlich gilt es, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer im Blick zu behalten. Wer heute auf den Straßen unterwegs ist, sollte besonders aufmerksam fahren – die Blitzgeräte haben ein waches Auge auf die Geschwindigkeit!