Baden in Berlin: Zwischen erfrischendem Nass und unerwünschten Gästen
Die Badesaison in Berlin ist in vollem Gange und die Temperaturen steigen, was die Berliner und Besucher in die erfrischenden Gewässer zieht. Aktuell liegen die Wassertemperaturen bei angenehmen 20 Grad. Der Müggelsee, die Havel und der Wannsee sind einige der beliebten Orte, an denen sich die Menschen abkühlen können. Laut der Gesundheitsverwaltung sind alle 39 ausgewiesenen Badestellen in der Hauptstadt geeignet zum Baden. Das klingt doch vielversprechend, oder?
Allerdings gibt es einige Warnhinweise, die man im Hinterkopf behalten sollte. Die Meldungen über Zerkarien, die Larven von Saugwürmern, sind früh in dieser Saison aufgetaucht – bereits Ende Mai und Anfang Juni. Diese kleinen Biester können Juckreiz und allergische Hautausschläge verursachen. Besonders betroffen sind der Jungfernheideteich, der Teufelssee und der Schlachtensee. Ein bisschen wie ein ungebetener Gast, der bei der Sommerparty auftaucht!
Wasserqualität im Blick
Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) kümmert sich um die regelmäßige Kontrolle der Wasserqualität. Alle zwei Wochen werden Proben genommen, und die Ergebnisse sind für alle zugänglich. Das erfreuliche an der Sache: Die meisten Gewässer in Berlin erhalten die EU-Bestnote „ausgezeichnet“. Aber, und das ist ein großes Aber, nach Starkregen oder bei hohen Temperaturen kann sich die Wasserqualität schnell ändern. Blaualgen, die sich in diesen Bedingungen vermehren, können nicht nur die Sichttiefe einschränken, sondern auch gesundheitliche Probleme verursachen.
Die Sichttiefe ist an einigen Stellen, wie am Dämeritzsee, nur 0,7 Meter, und am Schmöckwitz/Dahme sogar nur 0,8 Meter. Das macht das Schwimmen da nicht gerade einladend. Und die Warnungen vor Blaualgen sind nicht zu unterschätzen, insbesondere für Kleinkinder oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem. An der Lieper Bucht an der Unterhavel rät das Lageso sogar vom Baden ab. Da denkt man, man will einfach nur ins kühle Nass, und plötzlich ist man mit Warnschildern konfrontiert. Irgendwie frustrierend, oder?
Tipps für einen unbeschwerten Badespaß
<pWenn du planst, dich in die Berliner Gewässer zu stürzen, schau dir am besten vorher die aktuellen Messwerte und Warnungen auf der Webseite www.badegewaesser-berlin.de an. Ein Ampelsystem zeigt dir auf einen Blick: Grün für einwandfreies Baden, Gelb für Warnungen und Rot für Badeverbote. So bist du immer auf der sicheren Seite und kannst die Sonne genießen, ohne dir Kopfzerbrechen zu machen. Die offizielle Badesaison läuft bis zum 15. September, also noch genug Zeit, um die Sommerhitze mit einem Sprung ins Wasser zu vertreiben.
Ob du nun am Schlachtensee chillst oder am Plötzensee ein paar Runden schwimmst, das Wichtigste ist, dass du auf deine Gesundheit achtest. So kannst du den Sommer in Berlin richtig auskosten – und vielleicht einen kleinen Ausflug ans Wasser planen, um den Alltag hinter dir zu lassen. Prost auf den Sommer!
