In Potsdam, wo die Geschichte durch die luftigen Alleen weht und die Pracht von Sanssouci den Blick auf die Zukunft lenkt, hat die Oberbürgermeisterin Noosha Aubel frischen Wind ins Stadtgeschehen gebracht. Bei einer Veranstaltung des Netzwerks Medianet Berlin-Brandenburg betonte sie, dass die Stadt viel mehr ist als nur ein nostalgisches Erinnerungsstück. „Potsdam kann durchaus als Großstadt wahrgenommen werden!“, rief sie mit einer Begeisterung, die ansteckend wirkt. Die 47-Jährige, die am 4. Dezember 1975 in Hannover das Licht der Welt erblickte, möchte Potsdam als innovative, junge und smarte Stadt präsentieren. Das Open-Air-Konzert von Paul Kalkbrenner im Welterbe-Park Sanssouci, von Aubel als herausragend gelobt, ist erst der Anfang. „Wir brauchen mehr solcher Veranstaltungen!“, fordert sie und zeigt damit ein offenes Ohr für die jüngeren Generationen, die sie unbedingt ansprechen möchte.

„Potsdam verkleidet sich als ihre eigene Oma“, bemerkte Aubel schmunzelnd und kritisierte damit den angestaubten Veranstaltungskalender der Stadt. Das Marketing hat Luft nach oben, und das weiß sie auch. Die Preußischen Schlösser und Gärten sind zwar ein wertvolles Asset, aber die Stadt hat noch viel mehr zu bieten. Die Ansiedlung von Unternehmen für medientechnologische Innovationen wird als Erfolg gewertet, und der MediaTech Hub Potsdam, der sich auf dem Gelände von Studio Babelsberg niedergelassen hat, ist ein vielversprechendes Beispiel dafür, wie lebendige Ideen sprießen können.

Olympische Ambitionen und große Chancen

Ein weiterer Punkt auf Aubels Agenda ist die Unterstützung der Berliner Bewerbung für die Olympischen Spiele. Man träumt von Olympischen Wettkämpfen in Potsdam, vor allem im Radsport. „Das ist eine riesige Chance für uns!“, sagt sie begeistert. Sie hofft auf einen ähnlichen Effekt wie bei der Fußball-WM 2006, als die ganze Stadt im Fußballfieber war. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September entscheiden, welcher deutsche Bewerber ins Rennen geht. Neben Berlin stehen auch München, Hamburg und Nordrhein-Westfalen in der Warteschlange. Die Sommerspiele könnten dann 2036, 2040 oder 2044 stattfinden – ein langer Zeitraum, aber die Vorbereitungen haben bereits begonnen.

Die Begeisterung für die Olympischen Spiele ist auch in den Worten von Bürgermeister Burkhard Exner spürbar, der die Anfrage für Sportarten wie Triathlon und Radsport als positiv bewertet. „Es gibt Herausforderungen, aber auch riesige Chancen!“, meint er und spricht damit für viele Potsdamer, die sich schon jetzt auf dieses Event freuen. In der Vergangenheit war Potsdam bereits Gastgeberstadt der Special Olympic World Games und war 2006 auch ein Zuhause für die ukrainische Nationalmannschaft während der Fußball-WM. Die Stadt hat also eine Geschichte, die darauf hindeutet, dass sie auch in Zukunft ein Platz für große Ereignisse sein kann.

Ein Blick auf Aubels Werdegang

Noosha Aubel ist nicht nur eine Frau der Worte, sondern hat auch einen beeindruckenden beruflichen Werdegang hinter sich. Nach ihrem Abitur 1995 machte sie eine Ausbildung zur Expedientin im Reisebüro und studierte später Diplom-Pädagogik. Ihre Masterarbeit über transformationales Führungshandeln in der Kommunalverwaltung zeigt, dass sie sich nicht nur für die Jugend und Bildung engagiert, sondern auch für effektive Führung im öffentlichen Dienst. Von der Beratung junger Menschen bis hin zur Koordination von Jugendhilfemaßnahmen – ihre berufliche Laufbahn ist geprägt von Engagement und Leidenschaft. 2025 wurde sie schließlich mit 72,9 Prozent der Stimmen zur Oberbürgermeisterin gewählt und hat sich seitdem einen Namen als Verfechterin einer modernen, dynamischen Stadt gemacht.

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Mit ihrer Vision von Potsdam als junger, innovativer Stadt, die ihre Traditionen mit modernen Impulsen verbindet, wird es spannend zu sehen sein, welche neuen Wege sie noch einschlagen wird. Vielleicht stehen uns bald große Ereignisse bevor, die die Stadt aus ihrer historischen Schattensicht herausheben und sie in neuem Glanz erstrahlen lassen.