Am 5. Juni 2026 heißt es im NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle in Angermünde: „Wie geht Natur?!“ Der Dokumentarfilm, der um 18 Uhr beginnt und rund 60 Minuten dauert, beleuchtet die beeindruckende Arbeit des Brandenburger Biologen und Moorökologen Michael Succow. Nach der Vorführung sind die Gäste eingeladen, in eine Diskussion einzutauchen, die von Persönlichkeiten des Naturschutzes und der Forstwirtschaft moderiert wird.

Gerade in einer Zeit, in der die Bedeutung des Naturschutzes immer mehr ins Licht rückt, erweist sich der Film als besonders relevant. Michael Succow, der 1997 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, steht im Mittelpunkt. Seine Arbeit hat maßgeblich zur Schaffung von Schutzgebieten in der ehemaligen DDR beigetragen – eine „Sternstunde des deutschen Naturschutzes“, wie der NABU es treffend formuliert.

Ein historischer Blick auf den Naturschutz

Die Wendezeit 1989/90 war turbulent und nicht nur politisch, sondern auch ökologisch eine Zeit des Wandels. In der DDR waren große Naturräume weitgehend unberührt geblieben, was einerseits als Glücksfall galt, andererseits aber auch die Herausforderung mit sich brachte, diese Flächen für den Naturschutz zu bewahren. Staatsjagden und militärische Übungsplätze, oft mitten in Naturschutzgebieten, stellten zusätzliche Hindernisse dar. Michael Succow und seine Mitstreiter kämpften unermüdlich für die Natur und traten der staatlichen Kontrolle entgegen.

Succows Einfluss war enorm. Er trat der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands bei, um die SED zu umgehen und wurde schließlich 1990 stellvertretender Minister für Natur-, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR. In dieser Rolle entwickelte er Naturschutzpläne, die später in den Einigungsvertrag aufgenommen wurden. So gelang es ihm, 12 % des Staatsgebiets der DDR vorübergehend für die Natur zu sichern – ein bedeutender Schritt in der Geschichte des deutschen Naturschutzes.

Aktuelle Impulse für die Zukunft

Im Film „Wie geht Natur?!“ stehen nicht nur Succows Errungenschaften im Vordergrund, sondern auch die aktuellen Themen, die durch seine Arbeit inspiriert wurden. Menschen, die sich für gesunde Böden, die Entwicklung neuer Wälder und die Wiedervernässung von Mooren einsetzen – das alles ist heute mehr denn je gefragt. Die Diskussion nach dem Film wird von Dr. Ralf Forster moderiert und bietet die Möglichkeit, mit renommierten Naturschützern wie Prof. Michael Succow, Ulrich Meßner, Dr. Susanne Winter und Dietrich Mehl ins Gespräch zu kommen.

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Die Atmosphäre wird sicherlich von einer Mischung aus Begeisterung und dem gemeinsamen Ziel geprägt sein, die Natur für zukünftige Generationen zu bewahren. Dorina Schacknat bringt es auf den Punkt: Naturschutz ist ein Gemeinschaftswerk. Das wird in den Gesprächen und Austausch zwischen den Teilnehmenden deutlich werden.

Ein Leben für den Naturschutz

Michael Succow, der in Brandenburg als Bauernsohn aufwuchs, hat sein Leben dem Naturschutz gewidmet. Seine Biografie, die kürzlich unter dem Titel „Das Abenteuer des Lebens“ veröffentlicht wurde, thematisiert seine ungewollten Abenteuer als Wissenschaftler und Naturschutzpionier. Von seinen Forschungsreisen in verschiedene Länder bis hin zu seinem Engagement in der Politik zeigt sich, wie beharrlich und visionär er sich für den Schutz unserer Umwelt eingesetzt hat.

Es ist klar, dass Succow nicht nur für den deutschen Naturschutz Pionierarbeit geleistet hat, sondern auch international aktiv ist und eine ganze Generation junger Menschen inspiriert. Mit einem klaren Blick auf die Herausforderungen der heutigen Zeit, betont er die Notwendigkeit, gesunde Böden und sauberes Wasser zu fördern. Es bleibt spannend zu sehen, welche Impulse der Film und die anschließende Diskussion setzen werden.

Für alle, die mehr über diesen bedeutsamen Abend erfahren möchten, bietet die offizielle Website www.wiegehtnatur.de umfassende Informationen.