Am 30. Mai war es endlich so weit: Die 32. Brandenburgische Seniorenwoche wurde in der Lausitz-Arena in Cottbus/Chóśebuz eröffnet. Unter dem Motto „Gesellschaft braucht Erfahrung – Senioren brauchen Teilhabe“ versammelten sich rund 750 Gäste aus ganz Brandenburg, um den älteren Generationen die verdiente Wertschätzung entgegenzubringen. Mit dabei waren Ehrengäste wie Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, Sozialminister René Wilke und Oberbürgermeister Tobias Schick. Diese illustre Runde aus Politik, Verwaltung, Wohlfahrtsverbänden und Seniorenorganisationen sorgte für ein feierliches Ambiente.

Ministerpräsident Woidke hob in seiner Rede die immense Bedeutung der älteren Menschen für das gesellschaftliche Leben in Brandenburg hervor. „Ohne die Erfahrung und das Engagement der Seniorinnen und Senioren wäre unsere Gesellschaft um einiges ärmer“, betonte er. Oberbürgermeister Schick fand ähnliche Worte und stellte klar, dass die Seniorinnen und Senioren eine wichtige Rolle in der Stadtentwicklung spielen. Und während die Reden schwangen, sorgten musikalische Beiträge und kulturelle Darbietungen für den festlichen Rahmen der Veranstaltung.

Ein buntes Programm und viel Austausch

Der Höhepunkt des Tages war die Ehrung von 14 engagierten Seniorinnen und Senioren sowie einer ganzen Seniorengruppe, die für ihren unermüdlichen Einsatz im Gemeinwesen ausgezeichnet wurden. Diese Auszeichnungen sind nicht nur eine Anerkennung, sondern auch ein Zeichen, dass das Engagement älterer Menschen mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung benötigt. Am „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten rund 35 Vereine, Initiativen und Institutionen ihre Angebote für ältere Menschen. Hier konnten die Besucher Kontakte knüpfen und sich über Freizeit-, Unterstützungs- und Beratungsangebote informieren.

Die Brandenburgische Seniorenwoche hat noch einiges zu bieten! Bis zum 7. Juni und darüber hinaus sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. Am 31. Mai steht das Enkelfest in Storkow auf dem Programm, gefolgt von Eröffnungsveranstaltungen in mehreren Städten und einem Eröffnungskonzert in Potsdam am 1. Juni. Sportlich wird es dann mit dem Deutsch-Polnischen Generationensportfest in Frankfurt (Oder) am 3. Juni – ein schöner Anlass, um Generationen zusammenzubringen.

Die Bedeutung der Seniorenwoche

Die Seniorenwoche wurde erstmals 1994 von Regine Hildebrandt ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einem wichtigen Ereignis entwickelt, das das Engagement älterer Menschen würdigt und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt rückt. „Wir müssen die zunehmende Vereinsamung älterer Menschen ernst nehmen“, sagte Sozialminister Wilke. Er sprach von der Notwendigkeit, soziale Ausgrenzung zu verhindern und die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben zu verbessern. Die Herausforderung, soziale Isolation zu bekämpfen, ist größer denn je, denn Ende 2024 lebten in Brandenburg fast 680.000 Menschen, die 65 Jahre oder älter sind – das sind etwa 26,5 % der Gesamtbevölkerung!

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Die Brandenburgische Seniorenwoche wird vom Landesseniorenrat organisiert und erhält finanzielle Unterstützung in Höhe von 65.000 Euro aus dem Seniorenpolitischen Maßnahmenpaket. Und so wird auch in diesem Jahr ein klarer Fokus auf die Stärkung des solidarischen Zusammenhalts der Gesellschaft gelegt. Norman Asmus, der Landesseniorenbeauftragte, lobte das Engagement der Senioren und die Fortschreibung der Seniorenpolitischen Leitlinien, die für die kommenden Jahre von zentraler Bedeutung sind.

Es bleibt also spannend, was die nächsten Tage in der Lausitz-Arena und darüber hinaus bringen werden. Ein Fest der Begegnungen, des Austauschs und des Miteinanders – genau das braucht es, um die wertvollen Erfahrungen der älteren Generationen in unsere Gemeinschaft zu integrieren. Hier wird nicht nur geredet, sondern gelebt!